leider bemerkte ich allzu bald, dass ich ihm ungenügte. denn es gelang mir nicht, mich mit der notwendigen strenge zu bedenken. –
sie wurde, als sie das langsam überlegt sagte, still betreten. es war aber auch etwas hektisches zu ahnen; als sei sie dem beobachtet-werden in jeder sekunde schon eine viertelsekunde voraus. ich nickte, obwohl ich den faden verloren hatte und gar nicht wusste, von wem sie gerade erzählte.
und dann, fuhr sie fort, las ich also dieses buch und bemerkte plötzlich, dass es hellblau war. wie er, sagte sie, hellblau wie er, denn hellblau bedeutet: kühl und leicht und radiernadelpräzise. das gefiel mir.
die hellblau himmlische strenge, mit der ich mich von ihm besorgt fühlte, war vielleicht so etwas wie ein vermisster göttlicher blick. merkst du, wie ich nur noch in metaphern sprechen kann?, fragte sie. von mir zu dir? meta-pher? rief sie!
nun war ich, wie vormals sie, kurz abwesend. denn mir war eine idee gekommen, die sich nun ständig denkend wiederholte:
du bist meine eigenliebe. –
du bist meine eigenliebe. –
du bist meine eigenliebe.
–
es zitterte um mich, genau so, wie wenn man unter großer muskelanspannung einen balanceakt gerade noch bis zum zeitenende durchhalten muss, bevor man sich
hingeben
dürfe.
sie seufzte.