während draußen zwischen grillenzirpen noch unsicheres bieretrinken stattfand, lag ich drinnen und staunte, dass man sich in dieser lage gar nicht zudecken müsse. denn das ganze gewicht der welt schien bei diesem wetter nicht mehr auf mir zu liegen, sondern sich gleichmäßig auf alle anderen zu verteilen, was angesichts des riesigen weltenblau, das sich über dem meer himmelwärts erstreckte, beinahe selbstverständlich schien. niemand hätte mir das alles jemals auch nur im ent-fern-testen zutrauen anvertrauen können.
eine sagte mir, dass sie große angst habe vor dem weltenblau. ich beruhigte irgendwie: man habe dieses weltenblau noch nie ganz genau bestimmen können, glaubte ich. ausweichend fragte sie, ob die sehrvielestundenlange autobahnfahrt mir nicht auch ein gefühl von großer verlassenheit hinterlassen habe. als nämlich alle in der nacht halbschlafs kopfhörertaub aus den schwarzen busfenstern ins schwarze draußen bloß schauten, wo nur die autobahn raum- und ortlos ausuferte, habe das weltenblau, das rechtslinks langsam mit dem morgentau aufstieg unter den leitplanken, sie doch beinahe überwältigt. überweltigungsangst also, nickte ich.
aber die welt trug sich selbst so. wir in gegenwendiger fügung angenehm erleichtert, einander das ›wir‹ anbietend, problemelten so nebeneinander übereinander her. immerhin und immerher waren wir nicht einsam in diesen tagen.