„Ein solches Reden ist wahrhaft lautes Denken. Die Reihen der Vorstellungen und ihrer Bezeichnungen gehen nebeneinander fort, und die Gemütsakte, für eins und das andere, kongruieren.“ (Kleist, Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden)
helle warme wintersonnennacht: man wacht auf und merkt, man hat gar nicht geschlafen. sprachzentrum einfach an gewesen die ganze zeit. deshalb jetzt, drei uhr, laternenschimmer wie sommersonnenwende. wärme überall. erinnerung an die lustig-bunte kreativparty gestern vor meinem fenster. entfernte beobachterin unpolitisch amüsiert.
kleinkram klittrige gedankenspiele, tanz auf den knisternden oberflächenbläschen der sprache. es blubbert so hervor, die sprache kommt immer zuerst, lockt gewiss, übernimmt recht eigenwillig die führung in buntere gebiete.
„In solchen Fällen ist es um so unerläßlicher, daß uns die Sprache mit Leichtigkeit zur Hand sei, um dasjenige, was wir gleichzeitig gedacht haben, und doch nicht gleichzeitig von uns geben können, wenigstens so schnell als möglich aufeinander folgen zu lassen.“
überholend im ewigen wettlauf, vorstellend vorlegend, wie es wäre zum beispiel: auf einen hohen knorrigen tot-morschen baum zu klettern, den man vorher, auf halber höhe des knotigen stammes etwa, ein wenig nur angesägt hätte, um zu testen, ob er hält. quatschgeschichte, nonsensepoesie, phonetischer absturz.
sozial basierte witzintelligenz ins sprachzentrum ausgelagert.